Ghost of Tom Joad

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Diese Münsteraner wissen, wie man die Leute für ihre Musik begeistern kann. Erst einmal natürlich dadurch, dass ihr Debüt „No Sleep Until Ostkreuz“ ein ganz charmanter Punkpopbatzen ist, der es einem eher schwer macht, NICHT drauf abzugehen – zum anderen aber, weil sie eine geradezu einnehmende Kontaktfreudigkeit an den Tag legen. Bestes Beispiel dafür ist der Dreh ihres Videos zu „Learning By Dying“. Da hatte man einfach auf der Bandwebsite gebeten, ihnen Gesellschaft zu leisten und Getränke mitzubringen. Das Ergebnis: Eine feiernde Gruppe junger, hübscher Menschen, die textsicher in die Kamera gröhlen, grinsend an den Musikern vorbeistolpern, wild rumpogen – oder sogar selbst die Instrumente entern. Punkrock eben.

Wobei der Begriff Punkrock schon fast ein wenig zu kurz greift. Denn ähnlich wie bei den Münsteraner Kollegen Muff Potter, scheuen sich auch Ghost Of Tom Joad nicht vor poppigen Hooklines und Einflüssen, die über den Punk-Kontext hinausgehen. Da wird zum Beispiel auch schon mal der französische Existenzialist Sartre als Einfluss genannt. Also zugleich Futter für Kopf und Tanzbein – besser geht’s doch nicht.

Ghost of Tom Joad

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